Die Feynman-Technik als Lern- und Kommunikationsmethode

Richard Feynman (1918-1988) ist ein amerikanischer Physiker, der in New York geboren wurde. Seine Zeit als Physiker widmete er der Quantenphysik. In diesem Bereich leistete er wahrhaft großes. Ein Name, der ihm bis zu seinem Lebensende und auch jetzt noch zugeschrieben wird, ist: der große Erklärer. 

Gerade in Zeiten der Umschulungen und der Weiterbildung können wir von Richard Feynman, dem großen Erklärer, etwas lernen. Nämlich wie man lernt. 

Es heißt, dass die Feynman-Methode aus einer Lerngruppe heraus entstand. Ziel war es, dass sich jede anwesende Person mit einem Thema auseinandersetzt. Dabei sollte dieses Thema so einfach wie möglich erklärt werden. Es durften dabei weder Fremdwörter noch Fachbegriffe verwendet werden. 

Anwendung der Feynman-Technik

Die Feynman-Technik beinhaltet 4 einfache Schritte. Diese Schritte eignen sich zum Lernen, aber auch, wenn du Wissen vermitteln möchtest. Es handelt sich nämlich um eine Lern- und zugleich um eine Kommunikationsmethode. 

Schritt 1: Wähle ein Thema aus

Wähle ein Thema, das du lernen oder über das du sprechen möchtest. 

Schritt 2: Erkläre das Thema einem Kind

Unabhängig davon, was du lernen oder vermitteln möchtest, gehe davon aus, dass du es einem Kind beibringen möchtest. 

Dabei ist es am einfachsten, wenn du ein leeres Blatt zur Hand nimmst. Auf diesem Blatt notierst du alles, was dir zu deinem ausgewählten Thema einfällt. 

Schreibe dein Wissen auf, ohne Fachausdrücke und komplizierte Phrasen zu verwenden. Dieser Schritt hilft dir dabei, vorhandene Wissenslücken aufzudecken.

Schritt 3: Schließe die Wissenslücken

Die Bereiche, die du schwer erklären kannst, zeigen dir deine Wissenslücken. Dabei handelt es sich um Bereiche, die noch eine gewisse Unklarheit bei dir hervorrufen. 

Das ist nichts Schlechtes. Es ist sogar gut so! Denn genau hier kannst du dein Wissen vertiefen und die Lücken schließen. 

Du musst sicherstellen, dass du relevante Informationen sammelst, die bereichernd sowie einfach sind. 

Schritt 4: Verfasse und vereinfache dein Thema

Im letzten Schritt geht es darum, dass du den Inhalt vereinfachst. Ordne dabei alle Informationen, die du gesammelt hast, und verwandle dein Thema in eine Geschichte. 

Denke dabei an eine fiktive oder reale Person, der du deine Geschichte vorträgst. Denke beispielsweise an ein 12-jähriges Kind, dem du dein Thema erklären möchtest. 

Die Magie liegt hierbei in der Einfachheit!

Fazit

Die Feynman-Technik eignet sich zum Lernen sowie zum Kommunizieren. Wenn du die Schritte immer wieder wiederholst, erkennst du deine Wissenslücken. Schließe diese und stelle sicher, dass dein Thema einfach und klar kommuniziert werden kann.  

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